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Mozart-Festtage an der Komischen Oper Berlin
Foto: © Monika Ritterhaus

Die schwedische Sopranistin Maria Bengtsson in zwei Hauptrollen

Wenn die Komische Oper Berlin vom 14. bis zum 16. Juli letztmalig in dieser Spielzeit noch einmal drei Mozart-Opern zum Besten geben wird, dann gibt das dem Berliner Publikum Gelegenheit, eine Vielzahl von OpernsängerInnen aus den nordischen Ländern zu hören. So singt am Freitag den 14. der in Oslo geborene Bariton Tom Erik Lie in der Hochzeit des Figaro den Grafen Almaviva und die Schwedin Maria Bengtsson die Gräfin Almaviva. Am darauf folgenden Tag singt dann der in Reykjavik geborene Tenor Finnur Bjarnason in Don Giovanni den Don Ottavio und die norwegische Sopranistin Anne Bolstad übernimmt die Rolle der Donna Elvira. Und am Samstag den 16. schließlich singt Maria Bengtsson noch einmal die Fiordiligi in Cosi fan tutte.

Als Grund für diese nordische Präsenz an der Komischen Oper verweist Katharina Sattler, Mitarbeiterin der Pressabteilung, darauf, dass mit Per Boye Hansen mehrere Jahre lang ein norwegischer Operndirektor an der Komischen Oper tätig war, der auch jetzt noch dem Haus als Castingdirektor verbunden ist. Ausschlaggebend aber, so Sattler weiter, sei die hervorragende Qualität und Frische der SängerInnen aus den nordischen Ländern.

Überzeugen konnte man sich von dieser Frische bei dem Liederabend mit Maria Bengtsson, der am 29. Juni im Foyer der Komischen Oper Berlin stattfand. Mit schelmischer Mimik und stimmlicher Brillanz gab Maria Bengtsson einen erfrischenden Einblick in die romantischen Liebeslieder des 18. Jahrhunderts. In einem Gespräch nach dem Konzert erklärte Maria Bengtsson, was Berlin für sie als Sängerin bedeutet.

Die schwedische Sopranisten, die in Malmö aufgewachsen ist, kam bereits Anfang der neunziger Jahre nach Deutschland, um dort deutsch zu lernen. Von 1995 bis 2000 studierte sie an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg und arbeitete danach an der Volksoper Wien. Seit 2002 ist sie festes Ensemblemitglied an der Komischen Oper Berlin. Begeistert lobt sie die Komische Oper als ein überaus „experimentierfreudiges Haus“, an dem sich hervorragend arbeiten lässt. So wie sie zuvor schon häufig und gerne unter der Regie von Calixto Bieito und Sebastian Baumgartner gearbeitet hat, freut sie sich nun über die Zusammenarbeit mit Peter Konwitschny, der für die Inszenierung von Don Giovanni und Così fan tutte verantwortlich zeichnet.

Weil Berlin für Maria Bengtsson eine „geniale Kulturstadt“ ist, zieht es sie momentan nicht nach Schweden zurück. Sie erklärt: „Man freut sich immer, hier Skandinavier zu sehen“, aber einen engeren Kontakt zur „nordischen Szene“ hat sie nicht. Wichtiger als nationale Gemeinsamkeiten ist allemal die künstlerische Zusammenarbeit. In dieser Hinsicht reizen würde es sie aber, demnächst einmal Werke von Ture Rangström zu singen – einem der bedeutendsten schwedischen Komponisten des 20. Jahrhunderts auf dem Gebiet des Liedes.

Zunächst einmal aber freuen wir uns am 14. Juli auf eine Maria Bengtsson in der Rolle der Gräfin Almaviva und am 16. Juli in der Rolle der Fiordiligi.

Sophie Wennerscheid

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