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Tove Jansson
Foto: C.G. Hagström

Tove Jansson war eine finnlandschwedische Autorin und Illustratorin. Von 1914 bis 2001 lebte und wirkte sie in Finnland. Sie wuchs in dem schwedischsprachigen Teil des Landes auf, der Finnland-Schweden genannt wird. Berühmt wurde sie mit ihren Büchern über die Mumins, sie schrieb aber auch Bücher für Erwachsene. Das Zusammenspiel von ihren selbstgestalteten Bildern und Texten macht den besonderen Reiz ihrer Werke aus.

Tove Jansson wuchs als älteste Tochter des Bildhauers Viktor Jansson und der Illustratorin Signe Hammersten Jansson in einer Künstlerfamilie in Helsinki auf. Später lebte sie in der Sommerzeit mit ihrer Lebensgefährtin Tuulikki Pietilä, einer Grafikerin, auf einer kleinen Insel im finnischen Meerbusen – die Winter verbrachten sie in Helsinki, wo Tove Jansson auch ihr Atelier hatte. Nachdem sie mit 15 Jahren die Schule beendet hatte, studierte sie Malerei in Stockholm (1930–1933), Helsinki (1934–1936) und Paris (1938). Bereits ab 1938 verdiente sie ihr Geld mit Pressezeichnungen und nahm an Ausstellungen teil. Schon auf ihren ersten Karikaturen tauchen kleine Mumins auf, die sie am Bildrand versteckte. Ihr erstes Mumin-Buch erschien 1945 auf Schwedisch unter dem Titel “Småtrollen och den stora översvämningen“ (deutscher Titel: „Mumins lange Reise“. Der erste Mumin war auf einer Anti-Hitler-Karikatur zu entdecken, die Tove Jansson in den späten 1930er Jahren veröffentlichte.

Geboren wurden die Mumins aber schon früher auf der Ferieninsel der Janssons: Tove Jansson ergänzte ein Zitat von Immanuel Kant, das eine Toilettentür zierte, mit einem Mumin. Anfang der 1950er Jahre erhielt sie von der englischen Associated Press den Auftrag, die Abenteuer der Mumins als Comic zu zeichnen. Die erste Folge erschien 1954 in The Evening News. Der Comic-Strip wurde später in 120 Zeitungen in 40 Ländern veröffentlicht und ist damit bis dato die erfolgreichste finnische Comicserie.

Neben ihren insgesamt neun Mumin-Büchern und fünf Mumin-Bilderbüchern illustrierte Tove Jansson u. a. auch „Der Kleine Hobbit“ von J.R.R. Tolkien sowie „Alice im Wunderland“ von Lewis Carrol. 1968 erschien das autobiographische Buch „Die Tochter des Bildhauers“.

Für ihr Werk hat Tove Jansson weltweit viele Auszeichnungen erhalten. 1966 wurde sie für ihre Mumin-Bücher mit dem Hans-Christian-Andersen-Preis geehrt. Sie erhielt darüber hinaus u. a. den von Kindern vergebenen internationalen Preis „Kavalier des Lächelns“, den Internationalen Jugendbuchpreis, den Nils-Holgersson-Preis, die Große Goldmedaille der Schwedischen Akademie und drei Mal den Finnischen Staatspreis. 1995 wurde sie zur Honorarprofessorin der Åbo Akademie in Finnland ernannt.

Inken Dose, Kathrin Friedrich

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