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Sonja, Boris och tjuven

Starke Bildersprache mit eigener Logik

Auf dem Campingplatz des Bären geschehen merkwürdige Dinge: Erst verschwindet Sonjas Luftmatratze, dann werden immer mehr Sachen vermisst. Es muss einen Dieb hier geben, denken sich die beiden Kinder Sonja und Boris und beschließen, dem Bären, dem der Campingplatz gehört, dabei zu helfen, den Dieb zu finden.

Auch der Hund im Zelt nebenan möchte gerne helfen und steht für den Bären Wache. Trotzdem verschwinden immer weiter Dinge und das direkt hinter dem Rücken des Bären. Schließlich wird die Kasse des Campingplatzes gestohlen und die Polizei mischt sich ein. Der Inspektor verdächtigt zu guter Letzt den armen Boris, da dieser Gummistiefel trägt und auch der Dieb hat deutliche Gummistiefelspuren hinterlassen. Boris wehrt sich gegen die Anschuldigungen, aber der Inspektor nimmt ihn trotzdem mit und sperrt ihn einfach in eine Zelle. Sonja bleibt alleine auf dem Campingplatz zurück und erst jetzt fällt ihr auf, dass auch der Hund einfach verschwunden ist. Merkwürdig, denkt sie sich und schaut in dem hastig verlassenen Zelt nach. Was sie dort findet ändert alles...

Am Ende der Geschichte ist der Dieb zwar nach wie vor verschwunden, aber Sonja, Boris, der Bär und der Inspektor setzen sich erst einmal gemütlichen zusammen und essen selbst gebackene Torte und Kuchen.

Eva Lindström ist Autorin und Illustratorin der Geschichte und hat vor allem mit den Bildern eine besondere, oft geheimnisvolle Atmosphäre geschaffen. Sie sind in Pastellfarben großzügig angelegt und um kontrastreichen Details bereichert. Gerade die Details im Bild geben oft Hinweise auf den Dieb und Geschehnisse, die im Text selbst nicht erwähnt werden. Das ermöglicht es den Kindern, selber mit zu raten und Neues zu entdecken.

Es scheint, dass die Bilder ihre eigene Sprache sprechen, wenn zum Beispiel das Gefängnis sich groß, grau und bedrohlich über die ganze Buchseite erstreckt und nur ein winziges Fenster andeutet, dass dort Boris in seiner Zelle der Dinge harrt, die da kommen mögen. Es geht in dem Buch also anscheinend mehr um diese Sprache der Bilder, um die Gefühle, die sie vermitteln und die ganz eigene Logik, die dahinter steht. In dieser Logik spielt es keine Rolle, ob der Dieb nun am Ende verschwunden bleibt oder nicht – viel wichtiger sind die hellen, freundlichen Farben und das gemütliche Szenario der Torten- und Kuchen verspeisenden Akteure.

Lisa Andersohn

Eva Lindström
Sonja, Boris och tjuven
En bok för alla, 2010
Schwedisch

Altersgruppe:
0-6 Jahre

32 Seiten

ISBN:
978-91-7221-594-8

Preis: 125,- SEK (www.ebfa.se

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