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Über das Kulturhus

Berliner Zeitung (Berlin), 24.03.2012

Skandinavien hat mehr als nur IKEA zu bieten

Nordische Ländern in Berlin: Design, Architektur, Filme und jede Menge Nervenkitzel

Man muss nicht ins Flugzeug steigen, um den nordischen Ländern nahe zu sein. Es reicht eine Fahrt mit der S-Bahn, um Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden aus nächster Nähe zu erleben. In Berlin-Tiergarten verrät schon das architektonische Gesamtkonzeptes der Nordischen Botschaften einiges über die fünf Länder.

Gemeinsam individuell Ein geschwungenes, grünes Kupferband umschließt das Ensemble der Botschaftsgebäude, von denen sich jedes auf das eigene Land besinnt: So wird die raue Natur Islands durch schwarzes Lavagestein versinnbildlicht. Eine 15 Meter hohe und 900 Millionen Jahre alte Granitplatte repräsentiert die Norwegischen Fjorde. Im Inneren der Finnischen Botschaft wiederum stößt man auf zwei Saunen.

So unterschiedlich die nordischen Länder auch sind, so verbunden sind sie einander – und das nicht nur durch ihre Flaggen, auf denen das skandinavische Kreuz prangt. Musik, Literatur und Film Um die Gemeinschaft der Nordischen Länder zu verdeutlichen, kamen die Architekten Alfred Berger und Tina Parkkinen auf die Idee, ein Gemeinschaftshaus (Felleshus) zu entwerfen, das als gemeinsames Fenster zur Öffentlichkeit dient.

Dort finden mehrmals im Monat kulturelle Veranstaltungen statt: Im Felleshus kann man Musik lauschen, wie sie am Hofe Christians IV. von Dänemark gespielt wurde oder man kann in die Welt des isländischen Autors Pétur Gunnarsson bei einer Lesung eintauchen.

Ein besonderer Publikumsmagnet ist der Nordische Filmklub, der jeden zweiten Mittwoch im Monat Skandinavienfreunde ins Felleshus zieht, die Filme in Originalsprache mit englischen Untertiteln sehen wollen. Natur, Krimis und Soziales „Viele Deutsche können sich mit den nordischen Ländern gut identifizieren: Neben der Naturverbundenheit schätzen sie die soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit, die dort gelebt wird“, sagt Ulrike Schulz vom Kulturhus Berlin, in dem sich Literatur- und Kulturwissenschaftler zusammengeschlossen haben, um den kulturellen und wissenschaftlichen Austausch zwischen Nordeuropa und Deutschland zu fördern. Speziell auf den Deutsch-Finnischen Austausch konzentriert sich das Finnland-Institut in Mitte.

Die Begeisterung der Berliner am Norden ist derzeit so groß, dass die Volkshochschulen stetig ihr Sprachkursangebot erweitern. Ein Grund für diese Affinität ist wohl auch in den Buchhandlungen der Stadt zu finden, wo Krimis aus Skandinavien stets auf den Bestsellerregalen zu finden sind. „Das Markenzeichen der Krimis ist die Gesellschaftskritik, die in ihnen geübt wird“, sagt Schulz, die sich darüber freut, dass es ihnen gelungen ist, den dänischen Autor Jussi Adler Olsen nach Berlin zu locken: Er wird den Auftakt der Ostseekrimitage machen, die vom 25. bis 27. April in Berlin stattfinden, und aus de Alphabethaus im Auswärtigen Amts lesen (18 Uhr, 25.4.).

Klares Design Nicht nur in Form von Büchern hat Skandinavien in die Berliner Haushalte Einzug gehalten: Billy und Co. stehen für eine große skandinavische Design-Tradition, die sich vor allem durch klare Linien, Funktionalität und Qualität auszeichnet: „Die Schlichtheit des Designs hängt auch mit der Geschichte zusammen. Man konnte sich den Schnörkel früher einfach nicht leisten“, sagt Schulz. Skandinavische Möbel, Accessoires und Mode kann man in vielen Läden Berlins kaufen.

Den Norden findet man ebenfalls im Schöneberger „Munch’s Hus“, dem einzigen norwegischen Restaurant Deutschlands. Das Team von „Nordic by Nature“ bringt Musik aus Skandinavien in Berliner

Clubs – für all jene, bei denen Liebe durch den Magen geht, oder durch die Ohren (suh.)

Internetadressen

www.finnland-institut.de

www.kulturhus-berlin.de

www.munchshus.de

www.nbnberlin.de

www.nordischebotschaf ten.org

NORD Magazin | 3/2005

Das Kulturhus Berlin - Ein neues Zentrum für nordeuropäische Kultur und Wissenschaft

Berlin ist schon seit langem eines der bedeutendsten europäischen Zentren für nordeuropäische KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen. Man denke beispielsweise an Henrik Ibsen, der in Berlin der dramatischen Moderne wesentliche Impulse gab; an Georg Brandes, der sich für die „kühnen und hellen“ Köpfe der Berliner Wissenschaftsszene begeisterte; an August Strindberg, der gemeinsam mit Edvard Munch, Stanislaw Przybyszewski, Laura Marholm und anderen Vertretern der Ostsee-Avantgare in Berlin-Mitte, wo man sich regelmäßig in der Kneipe „Schwarzes Ferkel“ traf, für Anregungen sorgte.

An diese Tradition der deutsch-skandinavischen Kunst- und Wissenschaftskontakte knüpft eine Initiative junger Literatur- KulturwissenschaftlerInnen an: Sie haben sich zusammengeschlossen, um den kulturellen und wissenschaftlichen Austausch zwischen Nordeuropa und Deutschland zu fördern. Seit Ende 2003 existiert ihr Verein Kulturhus Berlin – Zentrum für nordeuropäische Kultur und Wissenschaft e. V., in dem sich die AbsolventInnen und DoktorantInnen des Berliner Nordeuropa-Instituts ehrenamtlich engagieren. Ihr Ziel ist es, nordeuropäische Themen und Kultur in der Berliner Öffentlichkeit präsenter zu machen. Dabei geht es ihnen vor allem um einen umfassenden Blick auf die gesamte nordische Region und auf Themen, die jenseits von gängigen Klischees neue Perspektiven auf den Norden eröffnen. Di in den letzten zehn Jahren erneut gestiegene Attraktivität Berlins für KünstlerInnen und Literaturschaffende aus dem Norden ist ebenfalls ein Ausgangspunkt für die Arbeit des Kulturhus. Worin liegt der Reiz der Metropole Berlin, welche Impulse bietet sie und wie wirken sie sich auf die künstlerische Arbeit aus?

Berlins nordischen Traditionen sollen dennoch nicht aus dem Blick geraten: So werden beispielsweise auf Stadtrundgängen die Spuren der Skandinavier in Berlin verfolgt. Ein wichtiger Teil der Programmatik ist es, kulturelle und wissenschaftliche Veranstaltungen mit Anspruch, aber für ein breites Publikum zu präsentieren. Das Augenmerk liegt dabei auch auf Angeboten für Kinder und Jugendliche. Eine Herausforderung sehen die Aktiven um Kulturhus auch darin, gängige Veranstaltungsformen durch andere Elemente anzureichern. So finden beispielsweise Musik und szenische Anteile ihren Platz in literarischen Lesungen. Die ersten Erfahrungen zeigen, dass eine solche Mischung beim Publikum sehr gut ankommt.
Im Winter/ Frühjahr 2005 stehen neben den Stadtrundgängen u. a. eine Lesung des schwedischen Schriftstellers Jonas Hassen Khemiri in der literaturWERKstatt Berlin und ein Märchennachmittag zu Hans Christian Andersen im Finnland-Zentrum auf dem Programm. Eine Podiumsdiskussion zum Thema „Bildung in Skandinavien und Deutschland“ ist für den Herbst 2005 in Vorbereitung. Zum Hans-Christian-Andersen-Jubiläumsjahr 2005 sind Veranstaltungen über den dänischen Schriftsteller geplant.

Das Kulturhus hat bisher noch kein eigenes Haus und arbeitet für seine Veranstaltungen mit verschiedenen Berliner Kultureinrichtungen zusammen. Interesse an einer Kooperation und entsprechende Kontaktaufnahmen sowie eine Mitgliedschaft im Förderverein des Kulturhus sind jederzeit willkommen!

NORDIS: Das Nordeuropa-Magazin, 3. Juni 2005

 

Vom „Schwarzen Ferkel“ zum neuen Berlin

Kulturhus Berlin - Zentrum für nordeuropäische Kultur und Wissenschaft e. V. heißt ein Verein, den junge Literatur- und KulturwissenschaftlerInnen 2003 gegründet haben. Sie knüpfen damit an die Tradition der deutsch-skandinavischen Kunst- und Wissenschaftskontakte an, deren Zentrum Berlin lange Zeit war – und auch heute wieder ist. Man denke an den Kreis um die Kneipe „Schwarzes Ferkel“ in Berlin-Mitte, zu dem Strindberg, Ibsen, Munch und Co. gehörten. Ziel des Kulturhus ist es, durch Lesungen, Podiumsdiskussionen und andere Veranstaltungen den kulturellen und wissenschaftlichen Austausch zwischen Nordeuropa und Deutschland zu fördern. Dabei geht es besonders um einen umfassenden Blick auf die gesamte nordische Region und auf Themen, die jenseits gängiger Klischees neue Perspektiven auf den Norden eröffnen. Berlins nordische Traditionen geraten dennoch nicht aus dem Blick: So werden unter anderem auf Stadtrundgängen die Spuren von Skandinaviern in Berlin verfolgt. Das Kulturhus hat och kein eigenes Haus und arbeitet für seine Veranstaltungen mit verschiedenen Kultureinrichtungen zusammen. Neue Mitglieder im Förderverein des Kulturhus sind jederzeit willkommen! (Katrin Hecker)

Information (Kopenhagen), 26. Juli 2007

Opgør med Egon og Pippi

Tyske forskere og studerende har startet 'Kulturhus Berlin', der skal give et kritisk blik på tyskernes ellers så hyggelige billede af Skandinavien

Ud med Olsenbanden og Pippi Langstrømpe. Ind med integrationsproblematikker og PISA-undersøgelser.

I Berlin har 12 forskere og studerende fra Nordeuropa instituttet på det ansete Humboldt Universitet sat sig for at se på Skandinavien med nye - og mere kritiske - øjne.

Stud.mag. ved Humboldt Universitetet Ilka Sonntag grundlagde i 2002 Kulturhus Berlin for at gøre op med tyskernes fordomme om Skandinavien. “I Tyskland har man et billede af Norden, som indeholder mange klicheer. Vi ville vise, at nordisk kultur ikke bare består af kriminalromaner, skumle finske film, Olsenbanden og Pippi Langstrømpe,” siger Ilka Sonntag. Kulturhuset er en sammenslutning af Skandinavien-interesserede og tyske eksperter i kultur - og litteraturvidenskab. Med læsninger, filmaftener og paneldiskussioner forsøger Kulturhuset at skabe kontakter mel-lem skandinaviske og tyske videnskabsfolk og andre interesserede. “I Berlin har man som Skandinavien-interesseret ikke mange muligheder for at træffe kunstnere eller forfattere. Der eksisterer mange kulturinstitutter fra forskellige lande i Berlin, men Norden er kun repræsenteret af Finlandsinstituttet,” siger Ilka Sonntag. “Vores arbejde ligger et sted mellem de nordiske ambassaders og Nordeuropa-instituttets. Vi vil formidle forskning om kulturelle og politiske temaer til et bredere publikum og inviterer kunstnere og forskere, der ikke er kendt i Tyskland,” siger hun.

Mørk idyl

Kulturhusets første arrangement var oplæsningen Idyll sidste år med den danske kriminalforfatter Gretelise Holm og den svenske kriminalforfatter Katarina Mazetti. “Der legede vi lidt med det idylliske billede og den mørke side af Skandinavien. I Tyskland får vi præsenteret et billede af Skandinavien som Die heile Welt - alt er i orden. Og det er jo faktisk ikke så idyllisk,” siger arrangør og cand.mag. i Skandinavistik Inken Dose.

Kulturhuset forsøger også at understrege forskellene på de nordiske lande, for eksempel med en paneldebat om de omdiskuterede PISA-undersøgelser.

“Efter PISA-undersøgelserne rettede mange deres blik mod Norden. Men man glemmer, at der også findes mange forskelle landene imellem, og at man ikke bare kan overtage et eksisterende system,” siger Ilka Sonntag. Til PISA-diskussionen inviterer Kulturhuset både forskere, skoleledere, lærere og elever, der skal diskutere, hvorfor det nordiske uddannelsessystem er mere fremgangsrigt end det tyske. Arrangør Inken Dose fortæller, at man blandt andet vil diskutere, om det kan have noget at gøre med synet på børnene. “Menneskesynet i Tyskland og i Skandinavien er meget forskelligt. I Tyskland handler det meget om resultater, om at få et højt udbytte af sine investeringer - mere end om, at man skal uddanne sig hele livet,” siger Inken Dose.

Globaliseret kultur

Stud.mag. Dorte Bruun Christensen, der er den ene-ste dansker tilknyttet Kulturhuset peger på, at interessen i Berlin for Skandinavien også går den anden vej. “Vi er jo forbundet som nabolande, og Berlin er efterhånden blevet et kulturformidlingsmæssigt og kunstnerisk centrum i Europa med mange skandinaviske malere og forfattere,” siger Dorte Bruun Christensen. “Det handler om kulturformidling i globaliseringens tidsalder. Vi vil gerne rode lidt op i fordommene,” siger hun. Ilka Sonntag er enig. “Vi ser på Tyskland og Nordeuropa som en del af et større Nordeuropa, der både omfatter de nordiske lande og hele Østersøområdet,” siger Ilka Sonntag.

Kommende arrangementer:
- Byrundtur på dansk, svensk og tysk i anledning af H.C. Andersen året, hvor man følger H.C. Andersens fodspor i Berlin
- Oktober: Kulturhuset starter i samarbejde med den danske ambassade en skandinavisk filmklub, hvor der to gange om måneden vil være filmfremvisninger
- Februar 2006: Kulturhuset deltager i et uddannelsesarrangement på Finlandinstituttet
- December: Læsning med den danske forfatter Peter Adolfsen, hvor han læser højt af sin nyeste bog Brummstein. Det sker i Nordlichthus, den nordiske boghandel i Berlin
- I slutningen af året planlægger Kulturhuset at afholde et musikarrangement med musik af komponisterne Gade og Grieg.
Læs mere på www.kulturhus-berlin.de

Deutsch-finnische Rundschau 137 | Juni 2008

KULTURHUS BERLIN setzt auf den Kulturaustausch mit dem Norden: Finnische Filme werden in diesem Jahr ein Schwerpunkt im neuen Programm des Nordischen Filmklubs des KULTURHUS BERLIN e. V. sein. Eine Reihe aktueller Dokumentarfilme aus Finnland ist es, die ab September im Felleshus der Nordischen Botschaften in Berlin zu sehen sind. Dann wird wieder alle zwei Wochen neues Kino aus Skandinavien gezeigt. Bis es wieder losgeht, bieten das Internetangebot und der Newsletter des KULTURHUS BERLIN viel Interessantes zu entdecken.
Als Zentrum für nordeuropäische Kultur und Wissenschaft trägt der gemeinnützige Verein seit 5 Jahren dazu bei, den Austausch zwischen Nordeuropa und Deutschland aktiv zu fördern. Lesungen, Kinderprojekte, Musik und Film stehen dabei fest auf dem Veranstaltungsprogramm. Regelmäßige Informationen für all diejenigen, die an Nordeuropa interessiert sind, bietet das KULTURHUS BERLIN darüber hinaus in seinem monatlich erscheinenden kostenlosen Newsletter. Als journalistisches Produkt enthält er Interviews, Buchbesprechungen und Porträts, redaktionell aufbereitete Informationen – vielseitig, aktuell, verlässlich.

Das KULTURHUS BERLIN wählt die Themen bewusst mit viel Sympathie für Nordeuropa, aber nicht ohne kritisches Augenmerk. Dass dies den Lesern gefällt, zeigen die stetig steigenden Abonnentenzahlen. Neben den Schwerpunktbeiträgen finden die Leser Hinweise auf nordeuropäische Veranstaltungen in Berlin und andernorts, Empfehlungen für Bücher, Filme und Musik aus dem Norden, Teemine für skandinavische und baltische Sendungen im Fernsehen und Rundfunk sowie die für viele Nordeuropa-Interessierte so wichtigen Kulturnotizen aus dem Norden.

Seit kurzem werden unter www.kulturhus-berlin.de ständig aktuelle Kulturnotizen, Neuigkeiten aus dem gesellschaftlichen und kulturellen Leben der nordischen Nachbarländer, veröffentlicht. Damit reagieren wir auf den vielfach geäußerten Wunsch nach aktuellen Informationen aus Nordeuropa im Netz. Abonniert werden kann der Newsletter unter www.kulturhus-berlin.de. Auf der Website finden sich auch ein umfangreiches Archiv, Interviews mit i. a. Autoren und Schauspielern, viele Rezensionen, Tipps für Veranstaltungen, Lesungen, Filmvorführungen oder Projekte für Kinder.

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