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Marjaliisa Hentilä

„Gemeinsam Kulturaustausch Finnland-Deutschland fördern“ – Interview mit Marjaliisa Hentilä, Leiterin des Finnland-Instituts in Deutschland

KULTURHUS BERLIN: Das Finnland-Institut Berlin ist Förderer des Kulturhus Berlin geworden. Das heißt, Sie unterstützen unsere ehrenamtliche Arbeit künftig auch mit finanziellen Mitteln. Warum haben Sie sich so entschieden?

Marjaliisa Hentilä: Weil wir sehr gute Erfahrungen mit der Arbeit des Kulturhus Berlin gemacht haben. Konkreter Anlass war unsere gemeinsame Veranstaltung zu den skandinavischen Bildungssystemen, die im Februar stattfand. Die Idee dazu ging von Kulturhus Berlin aus, wir fanden das gut und haben das Projekt mit unterstützt. Es war ein sehr erfolgreiches Symposium. Und wenn eine Zusammenarbeit fruchtbar und erfolgreich ist, will man sie natürlich aufrechterhalten. Und so haben wir gesagt: Wir wollen, dass Kulturhus Berlin arbeiten und mit uns als finanziellem Unterstützer auch rechnen kann.

KULTURHUS BERLIN: Wie stellen Sie sich die künftige Zusammenarbeit vor? Welchen Nutzen kann das Finnland-Institut aus dieser Kooperation ziehen?

Marjaliisa Hentilä: Für uns ist wichtig, dass möglichst viele Deutsche Zugang zu finnischen Themen finden, sich für finnische Kultur begeistern. Über Kulturhus Berlin erreichen wir junge interessierte Menschen. Unser Programm richtet sich an ein deutsches Publikum. Da ist es am besten, wenn die Initiative von deutscher Seite ausgeht. Wir sehen Kulturhus Berlin einfach als wichtigen Bestandteil des deutsch-finnischen Kulturaustauschs. Natürlich erwarten wir auch etwas: frische Ideen, junge, dynamische Gedanken. Wir sind sehr offen und möchten unser Programm so vielseitig wie möglich gestalten: auf kulturellem wie auch auf wissenschaftlichem Gebiet. Und so ist unsere Fördertätigkeit von gegenseitigem Nutzen.

KULTURHUS BERLIN: Noch kurz ein aktueller Hinweis auf Finnisches in Berlin. Was empfehlen Sie?

Marjaliisa Hentilä: Ganz aktuell ist die Ausstellung zu „100 Jahre Frauenwahlrecht“, die noch bis zum 5. April im Foyer der Humboldt-Uni zu sehen ist. Die Finninnen waren die ersten Frauen weltweit, die 1906 sowohl das aktive als auch das passive Wahlrecht erhielten. Zur Geschichte des Frauenwahlrechts haben wir jetzt ein Buch herausgegeben: „Von heute an für alle!“ ist im Finnland-Institut, in der Humboldt-Uni oder im Buchhandel zu erwerben. Das Buch beleuchtet die Geschichte des Frauenwahlrechts in Finnland, im deutschsprachigen Raum - also Deutschland, Österreich, der Schweiz - und widmet sich der globalen Gleichberechtigung von Frauen heute. Nahelegen möchte ich aber auch den Besuch der wechselnden Ausstellungen in unseren Räumen. Und: Wir verfügen über eine umfangreiche Bibliothek, die für jedermann geöffnet ist. Sie umfasst über 40 Zeitungen und Zeitschriften, die großen finnischen Tageszeitungen, CDs mit finnischer Musik, DVDs mit finnischen Filmen. Wir haben hier die auf deutsch erschienene Literatur Finnlands ebenso wie Nachschlagewerke zu finnischer Kunst, Kultur und Geschichte. Kulturgierige sind bei uns immer willkommen. Wir informieren über Festspiele in Finnland, geben Kulturtipps für Finnland-Reisende. Am 4. Mai wird übrigens im Rahmen der Melancholie-Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie finnischer Tango gespielt und getanzt. Und nicht zu vergessen, die große Berliner Filmretrospektive im April, die die Klassiker-Filme des Regisseurs Risto Jarva zeigt.

 

Das Interview wurde von Ulrike Schulz im März 2006 geführt.

 

Kontakt:

Finnland-Institut in Deutschland

Georgenstraße 24

10117 Berlin-Mitte

Tel. 030/52 00 26 010

info@finstitut.de

www.finnland-institut.de

 

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