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Kulturnotizen

19.03.2013

DK: Eine vergessene Oscar-Gewinnerin

Die dramatische Geschichte der dänisch-amerikanischen Schauspielerin Gale Sondergaard ist in Dänemark jetzt als Buch erschienen. Der dänische Autor und Hobbyhistoriker Steen Balle hat eine Biografie über Gale Sondergaard herausgebracht, die bereits in großen dänischen Zeitungen sowie bei Danmarks Radio besprochen und im Dänischen Filminstitut diskutiert wurde. Gale Sondergaard, die eigentlich Edith Holm Sondergaard hieß, hatte dänische Eltern und war in Amerika zur Welt gekommen, wo sie als klassische Theaterschauspielerin arbeitete, bevor sie in Hollywood Karriere machte. Als erste Schauspielerin erhielt sie 1937 den Oscar für die beste weibliche Nebenrolle. Ihre Oscar-Rede war die erste politische Oscar-Rede und ein beeindruckendes Plädoyer gegen den deutschen Nazismus in Europa wie auch eine Solidarisierung mit von den Nazis verfolgten deutschen Kollegen. In der McCarthy-Ära wurden sie und ihr Mann dann selbst Opfer politischer Verfolgung. Ihr Ehemann Herbert Biberman war einer der zehn Drehbuchautoren, Schauspieler und Regisseure aus Hollywood, die unter „The Hollywood Ten“ bekannt wurden, weil sie sich weigerten, vor dem Ausschuss zur Untersuchung „unamerikanischer Umtriebe“ auszusagen. Biberman wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Gale Sondergaard kämpfte für die Freilassung ihres Mannes und wurde 1951 gemeinsam mit sechs weiteren Kollegen selbst angeklagt und auf die „schwarze Liste“ von Personen gesetzt, die in Hollywood nicht mehr beschäftigt werden sollten.
(Quelle: Politiken, Danmarks Radio, Dänisches Filminstitut)

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