Datenschutzerklärung   Kontakt/Impressum  Suche       Druckansicht
   

Bolatta Silis-Høegh
Bolatta Silis-Høegh. (c) Emile Péronard

Bolatta Silis-Høegh arbeitet seit Mitte der 2000er Jahre als Visual Artist. Ihre zahlreichen Ausstellungen wurden in ganz Nordeuropa, sogar auf der Biennale in Venedig 2012 im dänischen Pavillion, gezeigt. Seit 2011 schreibt Bolatta auch Kinderbücher. Der Kullerkupp Kinderbuchverlag hat ihr erstes Kinderbuch ins Deutsche übersetzt und 2018 in Deutschland herausgebracht. Im März 2019 war „Aima“ das „Buch des Monats“ im Felleshus der Nordischen Botschaften in Berlin.

1.      KULTURHUS BERLIN (KHB): 2011 erschien dein Kinderbuch „Aima“ in Skandinavien. Was hat dich dazu gebracht, ein Kinderbuch zu schreiben und zu illustrieren?

Kinderbücher habe ich schon immer gemocht – die Bücher sind kleine Kunstwerke, man bekommt eine vollkommende Geschichte mit kleinen Stückchen Kunst drin. Ich hatte schon immer den Traum, ein Kinderbuch zu machen und als Milik Publishing mich fragte, ob ich eins schreiben und illustrieren wollte, entschied ich mich dafür. Ich hatte an einem Workshop teilgenommen, in dem ich ein Kinderbuch illustriert hatte.  

2.      KHB: Was für eine Figur ist Aima?

Aima ist lebendig, humorvoll und hat viel Fantasie. Sie weiß genau, was sie will und schafft ihre eigenen kleinen Welten. Man könnte sie als einsam bezeichnen, aber in einem positive Sinn. Aima erinnert mich stark an mich selbst als Kind, insofern kann man schon sagen, dass das Buch stark von meiner eigenen Kindheit in Südgrönland inspiriert ist, von meinem Leben mit Familie, mit der Natur und den dortigen Traditionen.

3.      KHB: Du lebst in Kopenhagen, hast aber Wurzeln in Grönland und Lettland. Wo bist du derzeit am meisten zuhause? Was ist Heimat für dich?

Wenn du mich fragst, wo meine geografische Heimat liegt, so lautet die Antwort: in der Stadt Qaqortoq, in Südgrönland. Dort ist mein Herz zuhause und dort beginnt meine persönliche Geschichte. Ich bin dort in einer großen Familie aufgewachsen und kenne dort alle kleinen Felsen und Hügel.

Aber zuhause ist, wo ich lebe und arbeite, und das ist Kopenhagen. Das erste Mal in Lettland war ich mit 7 Jahren, kurz vor dem Ende der Sowjetunion. Lettland wächst mir immer mehr ans Herz, besonders nachdem ich zwei Kinder bekommen habe und mehr über meine eigenen Wurzeln und die eigene DNA erfahren wollte.

4.      KHB: Kunst und Literatur aus Grönland sind auch für viele Norden-Fans in Deutschland immer noch exotisch. Welches Image (Narrativ) von Grönland würdest du gern transportieren?

Eine warmes und positives Bild von Grönland. Mit “Aima” erzähle ich einen kleinen Ausschnitt aus der Lebensumgebung eines Kindes in Grönland, aber aus einer größeren Perspektive betrachtet geht es darum, wer wir sind und dass wir ein kleiner Teil der ganzen Welt ausmachen.

5.      KHB: Was sind deine nächsten Projekte? Verrätst du uns etwas über deine künftigen Arbeiten?

Momentan arbeite ich an meinem dritten Aima-Buch. Dieses Buch wird Ende des Jahres auf Grönländisch und Dänisch herauskommen. Neben dem Buch bereite ich Kunstausstellungen in Dänemark und Grönland vor.

Vielen Dank für das Gespräch!

 

Das Interview führte Hanna Beutler-Gross auf Englisch.

Unsere aktuellen Veranstaltungen

Mai - 2019
M D M D F S S
  01 02 03 04 05
06 07 08 09 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31  

Keine News in dieser Ansicht.

Logo des Kulturhus Berlin e.V. KULTURHUS BERLIN | Tel (Mo-Mi/Fr): +49.(0)30.2093-4952 | Email: info (at) kulturhus-berlin.de