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Monsternanny - Eine ungeheuerliche Überraschung
Tuutikki Tolonen: "Monsternanny - Eine ungeheuerliche Überraschung". Carl Hanser Verlag 2018

Ferien mit ungewöhnlicher Monsternanny

Die Mutter von Hilla, Kaapo und Maikki hat eine Reise ins Wellness-Camp gewonnen und das Beste daran ist, dass für die Betreuung ihrer Kinder gesorgt wird. Denn während der Vater der Hellemaa-Familie - von allen nur "die Unsichtbare Stimme" genannt - noch auf Dienstreise ist, wird sich eine Nanny um die drei Kinder kümmern.

Ein etwas seltsames Gefühl bleibt bei der Mutter, als sie ihre Kinder allein lässt, denn die Nanny ist - wie der Buchtitel schon verrät - ein Monster. Aber was soll schon schief gehen? Eine Gebrauchsanweisung wird mit der Monsternanny mitgeliefert. Und in der steht, dass sie so etwas wie ein Waldtroll ist, im Garderobenschrank wohnen soll, Finnisch versteht aber nicht spricht und die Kinder niemals allein lässt.

Und da steht sie nun in der Tür: füllt den ganzen Türrahmen mit ihrer zotteligen Gestalt aus, die Füße ragen unter ihrem riesigen Körper in den Flur, an den Händen hat sie Finger dick wie Würste und sie schaut mit ihren großen, grünlich gelben Augen auf die Kinder. Die Kleinste der Familie, die sechsjährige Maikki, erkennt sofort, dass die Monsternanny nicht gefährlich ist und reicht ihr die Hand. Und damit beginnen für die Kinder zwei abenteuerliche Ferienwochen ohne ihre Eltern.

Liebevoll beschreibt die Autorin die drei Kinder mit ihren Eigenarten. Da ist Maikki, die zu jeder Tageszeit in der Badewanne verschwindet und mit ihrem Bademantel redet, die aber auch das Brummen der Nanny am besten versteht und herausfindet, dass sie Grah heißt. Da ist der neunjährige Kaapo, der am besten weiß, wie man alle Informationen aus Büchern herausholt. Und schließlich ist da die elfjährige Hilla, die es schafft, an die Mutter beruhigende SMS zu verfassen, die nicht immer die ganze Wahrheit enthalten.

Schnell finden die Hellemaa-Kinder heraus, dass auch andere Kinder in der Gegend von Monsternannys betreut werden. Mit Hilfe eines alten wissenschaftlichen Bibliotheksbuches über Waldtrolle lernen sie, die Monsternannys besser zu verstehen. Aber trotzdem, etwas stimmt nicht mit ihnen. Plötzlich tauchen da noch drei seltsame Frauen auf, die sich nach kleinen Elfen erkundigen. Die Elfen wiederum sind ziemlich anstrengende Biester und machen den Monstern das Leben schwer. Aber Hilla, Kaapo und Maikki finden auch hier eine Lösung, tatkräftig vom Vater unterstützt, der endlich von seiner Dienstreise zurückgekommen ist.

Mit viel Humor, Augenzwinkern und einer gehörigen Portion Spannung erzählt die finnische Autorin Tuutikki Tolonen dieses ungewöhnliche Ferienabenteuer. Ein Buch, bei dem sowohl Zuhörende als auch Vorlesende viel Spaß haben. Die ungewöhnliche Nanny schließen nicht nur die drei Kinder in ihre Herzen, auch die Sympathien von Leserseite liegen bei dem zotteligen, grummeligen Waldtroll mit den freundlichen Augen. Und da am Ende noch nicht alle Rätsel um die Monsternanny gelöst sind, nimmt man mit Freude den zweiten Band der Reihe in die Hand.

Die in Schwarz und Grau gehaltenen Illustrationen stammen übrigens von Pasi Pitkönen, der u.a. die Pekka-Reihe von Timo Parvela bebildert hat. Gleich auf den ersten Seiten kriechen den Lesenden Würmer, Käfer und Falter entgegen, so dass man von Anfang an den Waldgeruch, den die Monsternanny verströmt, in der Nase zu haben scheint.

Ein wunderbares Ferien-Lese-Abenteuer für die ganze Familie!

[Rezension von Ilka Sonntag, August 2018]

 

Tuutikki Tolonen
"Monsternanny - Eine ungeheuerliche Überraschung"
Aus dem Finnischen von Anu Stohner
Mit Illustrationen von Pasi Pitkänen
Carl Hanser Verlag 2018
ISBN 978-3-446-25880-8
14,- EUR | Erhältlich im Buchhandel vor Ort

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