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Inken Paletta
(c) Inken Paletta

Ein finntastischer Finnlandblog mit Liebe zum Detail

 

Inken Paletta hat schon lange das Finnlandfieber gepackt. Sie hat sogar eine Zeit lang in Helsinki gelebt und lernt seit 2011 die finnische Sprache. Um Ihre Leidenschaft für „Suomi“, dem Land der tausend Seen mit anderen „Nordlichtern“ zu teilen, bloggt sie seit 2016 auf ihrem Finnlandblog „Finntastic – die finnomenale Website“. Dabei deckt ihr Blog auch das Skurrile ab, z. B. in Form von Beiträgen zur Luftgitarren-Weltmeisterschaft oder zur finnischen Biersause „Kaljakellunta“. Es gibt aber auch viel Wissenswertes über Finnlands Kultur, Musik, Sprache und Geschichte sowie interessante Reiseberichte, beispielsweise über den Tuusulan-See. Ein Thema, dass Inken besonders am Herzen liegt, ist die samische Kultur, worüber sie immer wieder spannende Beiträge bringt. Dazu tauscht sie sich direkt mit Menschen, die eine Verbindung nach Sápmi haben, aus, wie z. B. mit Uwe Kunze von RENRAJDvualka, bei dem sie sich im März dieses Jahres im Umgang mit Rentieren weitergebildet hat. Ihr Blog bietet ein vielfältiges Lesevergnügen, dessen Merkmal es ist, immer ein wenig aus der Reihe zu tanzen und ein klein wenig „finntastisch“ zu bleiben.


KULTURHUS BERLIN: Was ist das Anliegen Deines Blogs, und an wen richtet er sich?

Inken Paletta: Auf meinem Blog erfährst Du ganz viel über Finnland, die finnische Sprache, Kultur und Geschichte. Besonders im Fokus steht dabei das „Finntastische“, ich nenne es „das Spannende und Außergewöhnliche über Finnland fernab des Mainstreams“, das übrigens nicht immer skurril sein muss. Auch generelle Veranstaltungstipps zu Finnlandevents, spannende Porträts über Menschen, Musiker und andere Künstler aus Finnland oder weitere Beiträge mit interessantem Finnlandbezug sind Teil meines Blogs. Darüber hinaus gibt es Reiseimpressionen in Form von eigenen Reiseberichten und -erlebnissen.


KULTURHUS BERLIN: Wie bist Du auf die Idee gekommen, so einen Blog ins Leben zu rufen? Seit wann gibt es Deinen Blog „Finntastic – die finnomenale Website“?

Inken Paletta: Mein Blog ist kontinuierlich gewachsen. Zuerst habe ich mit meinem kleinen Facebook-Profil im April 2016 gestartet. Später kamen meine Website auf https://www.finntastic.de sowie weitere Profile in den sozialen Medien, z. B. auf Instagram, Twitter, YouTube oder Pinterest, dazu. Die Idee zum Schreiben eines Blogs kam mir, weil ich mich in meiner Freizeit mehr mit Finnland beschäftigen und gerne Kontakt mit anderen Finnlandliebhabern und „Nordlichtern“ aufnehmen wollte. Mein Blog bietet all das, und es ist einfach wunderbar, neue Menschen mit Passion für das schöne Land im hohen Norden kennenzulernen. Natürlich schaue ich auch über den Tellerrand, sodass es hin und wieder Beiträge mit Bezug zu anderen nordischen Ländern geben wird. Mein Blogbeitrag über die Tundra-Rentiere im Tierpark Sababurg von Uwe und Brigitte von RENRAJDvualka oder über die samische Kultur sind bereits länderübergreifend, da sich Sápmi, das Land der Samen, über Norwegen, Schweden, Finnland und die Kola-Halbinsel in Russland erstreckt.


KULTURHUS BERLIN: Und wie entstand Deine Leidenschaft für Finnland?

Inken Paletta: Angefangen hat alles 1998/1999 mit meiner Schwärmerei für Ville Valo, dem Sänger der finnischen Rock-Metal Band HIM und meinem Faible für rockige E-Gitarrenriffs. 2001 wurden die Jungs dann in Deutschland und Europa und später sogar in den USA berühmt. Zufällig blieb ich eines Tages auf YouTube bei einem Video zu „Ikkunaprinsessa“ mit Frontsänger Ville und der Band The Agents hängen. Das Lied ist ursprünglich vom finnischen Sänger und Musiker Rauli Badding Somerjoki, wie auch die anderen beiden Lieder „Paratiisi“ und „Jykevää on Rakkaus“, die Ville natürlich in Finnisch gesungen hat. Die Sprache hörte sich so ganz anders an, als die europäischen Sprachen, die ich bisher kannte und machte mich einfach neugierig. So war letztendlich meine Leidenschaft für Finnland sowie für die finnische Sprache und Kultur geweckt. Sie hält sich bis heute hartnäckig. Mittlerweile glaube ich, ich habe sogar eine finnische Seele, denn ich fühle mich mit der finnischen Kultur einfach sehr verbunden.

 

KULTURHUS BERLIN: Wie suchst Du Dir Deine Themen für den Blog aus, und wie entscheidest Du, worüber Du schreibst?

Inken Paletta: Das entsteht bislang meist zufällig durch spannende Finnlandkontakte, durch meine ehrenamtliche Mitarbeit in der Deutsch-Finnischen Gesellschaft oder die Tipps und Ideen von Freunden und Bloglesern. Oft stoße ich auch beim Surfen durchs Internet auf tolle Ideen für neue Blogposts, und ich habe natürlich einige Finnland-Newsletter abonniert. Bei der Auswahl meiner Beiträge achte ich darauf, ob es für meine Leser einen Mehrwert gibt und ob es sie interessieren könnte. Natürlich sind das auch immer Themen, die ich als Finnlandliebhaber selbst spannend finde. Ich werde auch oft angeschrieben und gefragt, ob ich gerne etwas auf einem Blog machen möchte, so z. B. von Sven Langbein von der finnischen Country-Rockband Dark Ride Brothers aus Imatra. Grundsätzlich ist mein Anliegen bei all meinen Blogbeiträgen immer, Menschen mit Finnlandbezug und Leidenschaft für Finnland einzubinden. So habe ich beispielsweise mit Finnland-Fan Astrid einen lustigen Schokoladenkuchen im Rentierdesign gebacken und mit ihr gemeinsam auch den Rentierführerschein im Tierpark Sababurg absolviert. Es ist einfach wunderbar, über meinen Blog so viele nette Menschen mit Finnlandleidenschaft kennenzulernen, und immer wieder entstehen daraus neue Blog-Ideen und neue Freundschaften. Das finde ich wirklich toll.

 

KULTURHUS BERLIN: Zu welchem Thema möchtest Du unbedingt einmal recherchieren bzw. im Blog schreiben?

Inken Paletta: Mein Traum ist es derzeit, eine große Finnlandrundreise zu machen und darüber einen tollen Reisebericht zu schreiben. Zudem hätte ich gerne die Band HIM mit Frontman Ville Valo interviewt. Leider hat sich die Band letztes Jahr getrennt, so dass das nun leider nicht mehr möglich ist. Ansonsten wäre eine Vorort-Reportage für meinen Blog oder ein Kulturmagazin über die Kultur der Samen sehr spannend für mich. Oder auch ein Interview mit der samischen Künstlerin Máret Ánne Sara, die im letzten Jahr auf der Documenta ihren Vorhang aus Rentierschädeln präsentiert hat, um auf die noch heute bestehende teilweise Unterdrückung der indigenen Bevölkerung des Nordens aufmerksam zu machen.

 

KULTURHUS BERLIN: Welche Wünsche und Ziele hast Du für Dein Projekt?

Inken Paletta: Natürlich freue ich mich auf neue spannende Finnlandthemen und darauf, neue Finnen, Finnlandfans und „Nordlichter“ kennenzulernen. Und wenn sich einmal eine Kooperation mit Visit Finland oder einem Reiseveranstalter ergibt, wäre es eine schöne Sache. Ansonsten macht es mir einfach Freude, meine Passion für Finnland mit anderen zu teilen. Deshalb wird es auch in den nächsten Monaten wieder einige spannende Blogbeiträge über Finnland geben. Es lohnt sich also, immer einmal wieder auf meinem Blog vorbeizuschauen.


Mehr über Inken Paletta und ihre Leidenschaft zu Finnland unter https://www.finntastic.de.

Das Interview führte Hans-Joachim Gruda im Mai 2018

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