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Rudolph, the red-nosed reindeer
Rentier mit heller Nase Kulturhus Berlin
(c) Liane Gruda

„Rudolph, the red-nosed reindeer, had a very shiny nose”, heißt es im Text eines Winter-Weihnachtsliedes von Johnny Marks. Und an anderer Stelle: “You would even say it glows.” Diese Nase ist für “Santa” Grund genug, Rudolph auszuwählen, das Gespann des Weihnachtsschlittens anzuführen, um gewissermaßen voran zu leuchten in der nebligen Weihnachtsnacht. Was hat es damit auf sich, dass die Nase eines Rentiers leuchten soll?

Rentiere – Rangifer tarandus – leben in kalten Gegenden, im Norden Europas, Asiens, Amerikas und sogar auf Spitzbergen. Für Samen, Nenzen, Yupik, Iñupiat und andere indigene Völker war und ist teilweise noch heute das Rentier Lebensgrundlage und eng mit ihrer Lebensweise und Kultur verbunden. Temperaturen unter minus fünfzig Grad sind in ihrem Verbreitungsgebiet keine Seltenheit, minus fünfundzwanzig und minus dreißig Grad sind im Winter ganz gewöhnlich. Wer dort atmet, inkorporiert mit jedem Atemzug kalte Luft in seine Lungen. Der Körper droht, von innen her gekühlt zu werden.

Doch die Rentiere haben in ihren Nasen ein System von nebeneinander liegenden Luftkanälen und Blutgefäßen. Die eingeatmete Luft wird am warmen Blut mehrmals vorbeigeführt und auf die Körpertemperatur von 38 Grad aufgewärmt. In den Lungen kommt damit nichts Kaltes an. Ein perfekt funktionierender Wärmetauscher! Je kälter es ist, desto mehr Blut muss in diesem System in Umlauf sein und die Nase wird dann tatsächlich rötlich aussehen. Das ist allerdings nur bei den Tieren wirklich zu sehen, die eine helle, weiße Nase haben. Die Samen nennen solch Rentier auf Nordsamisch „Gálbbe-njunni“.

Folglich hatte es Rudolph sehr kalt am Weihnachtsabend, seine helle Nase wurde stark durchblutet und deshalb leuchtete sie rötlich. Na und eigentlich hieß Rudolph Gálbbenjunni!

Frohe Adventszeit und frohe Weihnachten! (auf Nordsamisch: Buorit Juovllat!)

Text: Hans-Joachim Gruda

Quelle: Norges Teknisk-Naturvitenskapelige Universitet Trondheim


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