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Erinnerungen an eine Jahrhundertfrau
(c) ebersbach & simon

Wer mit Pippi Langstrumpf, Karlsson vom Dach und Ronja Räubertochter aufgewachsen ist, dem ist Astrid Lindgren von Kindesbeinen an ein Begriff. Am 14. November 2017 wäre die wohl bekannteste Kinderbuchautorin der Welt 110 Jahre alt geworden. Die Journalistin, Kunsthistorikerin und Germanistin Sybil Gräfin Schönfeldt, die sie seit 1956 kannte, erzählt nun in einfachen Worten ihre „Erinnerungen an eine Jahrhundertfrau“ in einem kleinen aber feinen Liebhaberband, erschienen bei ebersbach & simon. Entstanden ist ein einfühlsames Porträt einer bescheidenen aber starken Frau, die sich stets treu geblieben ist und deren zäher Kampf um mehr Gehör für Kinder und ihre Interessen bis heute tief beeindruckt.

Wir als Leser werden auf kleine Streifzüge durch das Leben der Autorin mitgenommen, beginnend mit Astrid Lindgrens früher Kindheit im „kleinen roten Haus“ in Näs. Wir erfahren vieles über ihr Erwachsenwerden und ihre familiären Herausforderungen mit eigenem Kind, über ihre ersten Berufsjahre und ihre soziale Situation in der Großstadt Stockholm vor der Kulisse des Zweiten Weltkriegs. Auch die Entstehung ihrer berühmtesten Figur Pippi in den 40er Jahren und ihre ersten kleinen Erfolge als Kinderbuchautorin werden ausführlich geschildert. Und das ist spannend, denn ihren Durchbruch schaffte Astrid Lindgren in einer Zeit, in der Kinderliteratur noch keine große Rolle spielte. Ihre erste Begegnung mit dem jungen Friedrich Oetinger 1949 und der jahrzehntelange, enge und persönliche Kontakt zu dem Hamburger Verlag erhalten ein eigenes Kapitel. Doch eindrucksvoller als die Schilderung ihrer Arbeit im Verlag und als Schriftstellerin sind die Erinnerungen von Astrid Lindgren an die wichtigsten Menschen in ihrem Leben. Nicht nur, aber besonders hier werden zahlreiche Passagen mit Zitaten der Autorin geschildert, die die Lektüre besonders authentisch machen. Schönfeldt erzählt bewegende Details und unterhaltsame Anekdoten, eingebettet in die Geschehnisse der Weltgeschichte (Zweiter Weltkrieg, Katastrophe von Tschernobyl, Öffnung der Sowjetunion usw.). Einige wenige Fotos, z.T. aus Privatbesitz, illustrieren auch die weniger bekannten Lebenspassagen der Autorin, beispielsweise Astrid Lindgren als 23-jährige Mutter eines 5-jährigen Jungen an ihrer Hand im Vasapark in Stockholm. Interviewt hat Schönfeldt Astrid Lindgren ausführlich in den 80er Jahren in deren Sommerhaus in Furusund im nördlichen Stockholmer Schärengarten.


Rezension von Hanna Beutler-Gross

Astrid Lindgren – Erinnerungen an eine Jahrhundertfrau
Von Sybil Gräfin Schönfeldt

Verlag: ebersbach & simon (Reihe blue notes)
Erscheinungstermin: 14. September 2017
160 Seiten, Preis: 16,80 €
ISBN: 978-3-86915-151-9

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