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Liebe Freundinnen und Freunde des KULTURHUS BERLIN,

mit dem Wonnemonat Mai wächst auch unsere Vorfreude auf den nahenden Sommer und damit auf die Höhepunkte nordischer Feierlichkeiten. Mit unserem Newsletter möchten wir daher Lust auf die Zeit im Freien machen und zurückblicken auf die Filmklubsaison 2016/17 und die GlobeBoot 2017.

KULTURHUS BERLIN lädt Sie noch im Mai ein, auf den Spuren berühmter Skandinavier zu wandeln. Dabei treffen wir auf Nordeuropäer, die Berlin besuchten und damit bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts für Furore im Kulturleben der Stadt sorgten.

Anlässlich des Mittsommerfestes machen wir uns am 24. Juni auf den Weg zum Nordischen Tierpark nach Hohenbruch, in der Gemeinde Kremmen. Traditionell wird die Sommersonnenwende mit Freunden, Nachbarn und der Verwandtschaft gefeiert. Wir singen, tanzen und essen in diesem Jahr sogar in der Nähe der Tiere des Nordens und laden alle Interessierten herzlich auf diese Reise ein.

Für alle diejenigen, denen das Umland Berlins nicht weit genug ist, liefert die Reisereportage in die Europäische Kulturhauptstadt 2017 Aarhus eine Inspiration.

Alle Filmfans haben zudem die Möglichkeit, die kommende Filmklubsaison mit Filmvorschlägen und Anregungen mitzugestalten – und etwas zu gewinnen! Wir verlosen zwei Freikarten für den am 25. Mai startenden Kinofilm „Rosemari“.

Weitere Anregungen für die „Weißen Nächte“ für drinnen und draußen lesen Sie im Newsletter. Wir wünschen ein informatives Lesevergnügen.

Ihr KULTURHUS BERLIN

1 KULTURHUS BERLIN LÄDT EIN

1.1 Stadtrundgang

Sonntag | 21. Mai 2017 | 11 Uhr | Start: Hauptportal des Berliner Doms

„Säufer, Künstler und Gelehrte – Nordeuropäer in Berlin“

Der Norden war Mode auf den Berliner Boulevards in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. und wann immer Skandinavier hier zu Besuch waren, sorgten sie im Kulturleben der Stadt für Furore. Auf unserem Rundgang vom Berliner Dom über den Gendarmenmarkt bis zum Brandenburger Tor treffen Sie berühmte Berlin-Besucher wie H.C. Andersen und Jenny Lind, August Strindberg und Edvard Munch. Entlang erhaltener Gebäude und Spuren führen wir Sie durch Tagebucheinträge, Briefe und Originaltexte und gestatten Ihnen einen Blick durch das Schlüsselloch der Berliner Kulturgeschichte.

Teilnahmegebühr 9,00/6,00 €

Anmeldung erforderlich unter stadtrundgang@kulturhus-berlin.de oder Tel. 0176-24 12 03 71

>> Ausführliche Informationen finden Sie hier.

(c) Brill Verlag, Foto: Rett Rossi
(c) Sven Kraus

1.2 Norse Revival? – Transformation germanischen Heidentums

13. Juni 2017 | 18 Uhr | Felleshus

Ein Buch- und Filmgespräch, moderiert von Dr. Clemens Räthel, in Zusammenarbeit mit den Nordischen Botschaften und KULTURHUS BERLIN

Was haben ein Buch über germanisches Neuheidentum und ein Dokumentarfilm über Studierende, die den norwegischen Pilgerweg von Oslo nach Trondheim erwandern miteinander zu tun? Das über 30 Jahre recherchierte, neu erschienene Buch über Transformationen der religiösen Nordenbegeisterung von 1800 bis heute und die Suche nach einem Glauben auf einem modernen Wanderweg sind höchst unterschiedliche Vorhaben.

Und doch haben die Professorin und Autorin Stefanie von Schnurbein und die studentischen Filmemacher*innen Gemeinsamkeiten in ihren Interessen und schwer beantwortbaren akademischen, aber auch persönlichen Fragen entdeckt: Woher rührt die Faszination an den wissenschaftlich kaum haltbaren Rekonstruktionen eines „germanischen Heidentums“? Wann kippt eine solche Suche nach spirituellem Ursprung und religiöser Erneuerung in politisch und ideologisch problematische Nationalismen? Welche Brisanz entwickeln sie in aktuellen gesellschaftlichen Formationen? Welche Verantwortung ergibt sich daraus?

Ein Gespräch über Buch und Film sucht Antworten auf diese und andere Fragen.

>> Informationen zum Buch.

>> Informationen zum Projekt der Wanderstudenten.

>> Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

(c) C. Rach

1.3 Tiere und Märchen des Nordens

Ein Ausflug für Familien zum Nordischen Tierpark in Hohenbruch

Am 24. Juni 2017 wird Mittsommer gefeiert, traditionell wird dieses Fest gemeinsam mit der Verwandtschaft, Freunden und Nachbarn im Freien verbracht. Blumenkränze flechten, Mittsommerlieder singen, tanzen und essen - all das möchten wir mit Euch bei den Tieren den Nordens machen.

In Hohenbruch in der Gemeinde Kremmen leben in einem Tierpark Tiere des Nordens, die wir besuchen. Im Tierpark spazieren wir entlang der Gehege von Polarwölfen, Rentieren, Elchen, Waschbären, Füchsen, Meerschweinchen, Kaninchen, Gotlandschafen, Bergziegen und Linderödschweinen. An den Stationen erfahren wir etwas über die Tiere und ihre Lebensräume.

Auch über die Kultur der Menschen im Norden und über die schönen Möglichkeiten, dort in der Natur zu wandern, Kanu zu fahren und auf Skitour zu gehen, werden wir uns unterhalten. Am Rentiergehege kann dann jeder ausprobieren, mit einem Lasso auf ein Rentiergeweih zu werfen, wie ein richtiger Renhirte bei den Samen.

Auf einem kleinen Spaziergang im Wald sammeln wir Material aus der Natur zum Basteln, aus dem später vielleicht kleine nordische Trolle oder schöne Windspiele werden. Wir unterhalten uns über die Natur, was da wächst und lebt, und über die zauberhaften Wesen des Nordens wie Wichtel und Trolle. Wer von den begleitenden Erwachsenen möchte, darf einen Siberian Husky auf den Spaziergang mitnehmen.

In der großen Kåta mit Feuerstelle erzählen Ilka Sonntag und Kathrin Friedrich Geschichten aus dem Norden. Dabei grillen wir Würstchen (auch vegetarisch) und zum Abschluss Stockbrot über loderndem Feuer.

Dies ist ein Ausflug für Kinder mit ihren erwachsenen Begleitern in Kooperation mit Globetrotter Ausrüstung.

>> Weite Informationen zu Anreise, Kosten und Anmeldung finden Sie hier.

2 RÜCKBLICK



Magnus Gertten (c) Auto Images

2.1 NORDISCHER FILMKLUB

„Ich bin sehr froh, dass ich meinen Dokumentarfilm TUSEN BITAR in Berlin zeigen konnte. Björn Afzelius, die Hauptperson des Films, ist eine Ikone in Skandinavien, aber in Deutschland völlig unbekannt. Umso schöner war es, dass das Berliner Publikum trotzdem so in Björn Afzelius Welt eintauchte und sich eine Meinung über diese komplizierte Persönlichkeit bildete. Björn war ein Mann, der gute Sachen tun wollte, Liebeslieder schreiben, die Welt verändern und die großen Befreiungsbewegungen unterstützen. Etwas, was er sehr erfolgreich tat. Gleichzeitig war er ein Mann, der nie über seine Kindheit sprach, seine Probleme und darüber, wer er eigentlich war. Ich hatte das Gefühl, als ging das Berliner Publikum mit auf die Reise tief in Björn Afzelius Leben. Der NORDISCHE FILMKLUB hat ein sehr engagiertes Publikum und ein sehr schönes Haus, um Filme zu zeigen. Ich hoffe, ich kann wieder einmal hierher kommen und hier einen Film zeigen.“ Magnus Gertten, Regisseur und Produzent aus Malmö.

Gertten war am 14. Dezember 2016 mit seinem Film TUSEN BITAR zu Gast im NORDISCHEN FILMKLUB und wir freuen uns über die warmen Worte, die uns im Weitermachen bestärken. Wir danken allen Filmemachern, die wie er in der zurückliegenden Saison bei uns waren, ihre Filme zeigten und mit uns darüber diskutierten. Mit großem Engagement war es möglich, dem Berliner Publikum auch in der vergangenen Saison insgesamt 11 Filme aus verschiedenen Genre, von Oktober bis April zu zeigen.

Wir danken unseren zahlreichen Zuschauern, und laden Sie auch in diesem Jahr ein, das Programm für die kommende Saison 2017–2018 mitzugestalten. Wie?

Senden Sie uns Ihre Vorschläge, Anregungen, Kritik an

film@kulturhus-berlin.de

oder beteilgen Sie sich an unserer Umfrage hier.

Alle Filme und Termine für unser Sommer-Spezial, das im Rahmen des Begleitprogrammes zur Ausstellung im Felleshus der Nordischen Botschaften “Century of the Child” zu sehen sein wird, finden Sie schon in Kürze auf unserer Seite. Herzlich willkommen!

(c) Liane Gruda

2.2 GlobeBoot

Nordisches am Wannsee – KULTURHUS BERLIN auf der GlobeBoot 2017

„Juhlia yhdessä juhlaa!“ Die Republik Finnland feiert in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag und KULTURHUS BERLIN gratulierte schon einmal mit einem extra finnisch dekorierten Informationsstand auf der Outdoor-Messe am 29. und 30. April 2017 im Strandbad Wannsee! „Yhdessä – Tillsammans – Together“ ist das Motto, das Finnland den Feiern zum Jubiläum gegeben hat. Die Flyer mit dem Programm präsentierte KULTURHUS BERLIN am Stand zusammen mit einer  Imagebroschüre von Visit Finland.

Natürlich waren auch alle anderen Nordischen Länder am Stand des KULTURHUS vertreten. Viele der insgesamt mehr als 4.000 Besucher besuchten KULTURHUS und ließen sich über den Norden, den Nordischen Filmklub und das anstehende Sommer-Spezial informieren. Auch die Stadtrundgänge auf den Spuren berühmter Nordeuropäer, der bevorstehende Ausflug für Familien zu den Tieren und Märchen des Nordens nach Hohenbruch und unsere Kulturreisen zum Wintermarkt der Samen waren Teil des Informationsprogramms am Stand.

Ilka Sonntag, Erzählerin für Kinder und Erwachsene, erzählte Geschichten aus dem Norden und neugierige Besucher konnten sich am Lassowerfen auf ein Rentiergeweih versuchen. So manch einer probierte auch mit Hilfe der sprachkundigen Mitglieder ein paar Worte Finnisch zu sprechen und sich Vokabeln zu merken wie zum Beispiel „Juhlia yhdessä juhlaa!“, gemeinsam ein Fest feiern, oder „korvapuusti“, Ohrmuschel, wie in Finnland die Zimtschnecken heißen.

Neben Informationen, Aktivitäten und Sprachtrainings gab es ein kulinarisches Angebot, das auch die „korvapuusti“, die finnischen Zimtschnecken, nicht missen lies.

Hans-Joachim Gruda

(c) Norstedts

3 REZENSION: Käraste Herman – Rasbiologen Herman Lundborgs gåta

Der Film Sameblod (Samenblut), der unter anderem im Rahmen der Reihe „NATIVe – Indigenous Cinema“ dieses Jahr auf der Berlinale lief, hat international und vor allem in Schweden selbst die Aufmerksamkeit auf ein dunkles Kapitel der Wissenschaftsgeschichte gelenkt.

Unsere Newsletter-Leserin Dr. Ursula Lindström hat den Film in Lund gesehen und wurde, erschüttert durch die Erkenntnis, dass eines der umfassendsten Eugenikprogramme weltweit in Schweden durchgeführt wurde, angeregt, sich tiefer in die dahinter liegenden Tatsachen einzuarbeiten. Dabei stieß sie auf die Biografie Herman Lundborgs, einer der Frontfiguren der „Rassenbiologie“ in Schweden.

>> Hier ist ihre Rezension zu Käraste Herman –- Rasbiologen Herman Lundborgs gåta verfasst von der Wissenschaftsjournalistin Maja Hagerman.

>> Hier die Rezension zu Sameblod von Hans-Joachim Gruda.

Kunstmuseum ARoS (c) Robert Heinrich

4 THEMA: Reisereportage in die Europäische Kulturhauptstadt 2017

Aarhus darf sich in diesem Jahr Kulturhauptstadt Europas nennen. Das Projekt ist nicht nur politisch und kulturell eines der bedeutsamsten Projekte seit Jahrzehnten, sondern auch das Ergebnis von 10.000 Engagierten. Im Mai-Newsletter folgt KULTURHUS BERLIN zwei der zu diesem Anlass zahlreich erwarteten Besucher*innen in die Stadt. Mit dem Reisebericht, freuen wir uns, nicht nur ein Kompendium an kulturellen Eindrücken zu präsentieren, das eine gute Grundlage für den vielleicht anstehenden Besuch im Norden liefert, sondern auch eine Stadt zu porträtieren, „der man es einfach nicht übel nehmen kann, sich den Touristen (noch?) nicht an den Hals zu werfen‟.

>> Eine spannende Reisereportage unserer Gastautorin Franziska Hanig finden Sie hier.

(c) farbfilm verleih
(c) Conbook Verlag

5 KULTURHUS BERLIN VERLOST: Rosemari

ab 25. Mai im Kino

R: Sara Johnsen | NO/DK/DE 2017 | 95 Min. | Mit Ruby Dagnall, Tuva Novotny, Laila Goody, Tommy Kenter, Helga Guren, Petter Width u.a.

Während Unn Toves Hochzeit bekommt eine Unbekannte auf der Toilette eines Restaurants ein Baby und verschwindet. Die Braut findet das Neugeborene und übergibt es den Behörden. 16 Jahre später treffen sich ­die beiden wieder: Rosemari, das Baby von damals, ist auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter und hofft, diese in Unn Tove zu finden. Unn Tove ist mittlerweile geschieden und erfolgreiche Journalistin eines Lokalsenders. Sie wittert eine spannende Story, aber vor allem Abwechslung in ihrem einsamen Leben, und beschließt Rosemari zu helfen. Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich Unn Tove und Rosemari auf eine emotionale Reise in die Vergangenheit, auf der nicht nur das Mädchen dem Geheimnis ihrer leiblichen Mutter immer näher kommt, sondern auch Unn Tove ihre Lebensentscheidungen in Frage stellt. Gemeinsam erfahren sie von einer hemmungslosen und doch gescheiterten Liebe und stoßen auf Rosemaris Mutter, die eine erstaunliche Wahrheit verbirgt.

KULTURHUS BERLIN verlost zwei Freikarten und einen „Fettnäpfchenführer Norwegen“ vom Conbook Verlag. Unsere Frage:

In welchen Ländern wurde ROSEMARI gedreht?

Ihre Antwort senden Sie bitte bis zum 25. Mai an info @ kulturhus-berlin.de – der Rechtsweg ist ausgeschlossen, und wir wünschen Ihnen viel Glück!

6 NORDISCHES IN BERLIN

Auf der Suche nach nordischen Orten in unserer Stadt sind wir dieses Mal in Mitte fündig geworden bzw. stellen einen Stammtisch vor, der sich in immer wechselnden Lokalitäten trifft. 

(c) Ulla S. Mathiesen

6.1 Strahlender Empfang im Cafe „East & Eden“

Torstr. 141 in Berlin-Mitte – diese Adresse sollte man sich merken, denn hier befindet sich das gemütliche dänische Café „East & Eden“.

Gemütlichkeit heißt auf Dänisch „Hygge“ und Hygge ist das dänische Lebensgefühl, das mit allen Sinnen wahrgenommen werden kann. Hier, im Café East & Eden, kann man es sehen, hören, tasten, riechen und schmecken. Die Däninnen Orla Damgaard und Ulla S. Mathiesen haben ihre Vorstellungen und Träume umgesetzt und ein Stück dänisches Lebensgefühl nach Berlin gebracht.

Das Café „East & Eden“ arbeitet nach einem schlichten Konzept, welches eine minimalistische Einrichtung mit Gemütlichkeit und bodenständiger dänischer Küche verbindet. So entsteht ein schönes und entspanntes Ambiente und man findet hier alles, was man für eine erholsame Pause, ein Treffen mit Freunden oder auch die Arbeit am Computer benötigt. Im Café läuft leise Musik, die nicht als störend empfunden wird. Es gibt auch einige gemütliche Plätze draußen vor dem Café, allerdings etwas laut, da direkt an der Torstraße.

Auf jeden Fall ist zu spüren, dass man sich in einem dänischen Café befindet, denn die dänische Gastfreundschaft und Kinderliebe sind ja sprichwörtlich. Alle Gäste werden hier strahlend empfangen und kompetent beraten.

Auf der umfangreichen und liebevoll gestalteten Speisekarte kann man neben köstlichen Kaffee- und Teevarianten sowie Kuchen (Karottenkuchen, Zimtschnecken, Plunderstücke und vieles mehr), auch gesunde und frische Säfte und Smoothies finden. Ein sehr gutes Angebot an Suppen, Salaten Quiches und Sandwiches, die mit kreativen Ideen umgesetzt werden, runden das Angebot ab.
Meine Favoriten sind der cremige Latte macchiato, die Zimtschnecke, das Green Tuna Sandwich und das Avocado Sandwich. Alle Speisen und Getränke sind superschmackhaft und auch das Auge hat Freude daran. Egal, was wir bestellt haben, ob süß oder herzhaft, es schmeckte hervorragend.

Die Bestellung wird am Tresen aufgenommen und dann sehr schnell vom freundlichen und netten Personal an den Tisch gebracht.

Übrigens, es gibt hier für zwei Stunden kostenloses WLAN, falls man bei einem leckeren Kaffee oder Tee etwas für Schule, die Uni oder die Arbeit erledigen möchte.

Also bildet Euch selbst Eure Meinung. Ich bin überzeugt, Ihr werdet nicht enttäuscht sein. Vielleicht treffen wir uns ja mal im Café, ich komme auf jeden Fall wieder.

Empfehlung von Erika Meyer

(c) D. Werdermann und W. Molt

6.2 Berliner Schwedenstammtisch

Sprichst du schon, oder schweigst du noch?

Der Berliner Schwedenstammtisch macht die Runde

Johann Wolfgang von Goethe schrieb einst im Jahre 1821: „Wer fremde Sprachen nicht kennt, weiß nichts von seiner eigenen.“ Ganz im Sinne dieses Aphorismus‘ appelliert der deutsch-schwedische Stammtisch „Snack tillsammans!“ (zu deutsch: „Plaudert zusammen!“) in Berlin an alle, die Sprachbarrieren überwinden möchten. Und obwohl es die Bezeichnung nahe legt, werden weder die berühmten Stammtischparolen ausgepackt noch Schilder zur Tischmarkierung aufgestellt, damit die Stammgäste Kaminsky und Lindström ihren Weg zielsicher in der verrauchten Eckkneipe finden. Ursprünglich startete „Snack tillsammans!“ im Jahre 2014 als Projekt einiger Studentinnen des Nordeuropa-Instituts der Humboldt-Universität zu Berlin. Ziel war (und ist) es, unterschiedliche Charaktere an einem Ort in lockerer Runde zusammenzubringen, um abwechselnd deutsch und schwedisch miteinander zu sprechen. Doch neben dem Sprachaustausch bietet der Stammtisch auch einen Treffpunkt für alle, die etwas in den Berliner Lifestyle eintauchen wollen oder Lust haben, neue schwedische als auch nicht-schwedische Bekanntschaften zu schließen. Denn neben einer engagierten Organisatorin und mehr oder minder regelmäßig erscheinendem Publikum, kann man oder frau sich sicher sein, dass immer jemand neues zu den Treffen erscheint. Das anfängliche Beisammensein in der Uni verlagerte sich zunehmend auf verschiedene trinkfreudige Lokalitäten, beispielsweise die Jansen Bar in Schöneberg oder die Sugar Tapas Bar in Moabit. Im Sommer, bei konstantem Wetter, siedelt der Tisch aber auch gerne nach draußen auf das Tempelhofer Feld, in die allseits beliebten Biergärten oder an die zahlreichen Berliner Seen um. Mittlerweile finden die Treffen meistens in einem vierzehntägigen Rhythmus, unter der Woche am Abend statt. Vorrangig richtet sich „Snack tillsammans!“ zwar an jüngere Leute zwischen 20 bis 30 Jahren, aber auch ältere Semester sind herzlich willkommen, die ihre Sprachkenntnisse ein wenig auffrischen wollen!

Delilah Werdermann

>> Mehr Informationen sowie Bekanntgabe von Ort und Zeit unter: www.facebook.com/snacktillsammans/

7 TIPPS & TERMINE: Der NORDEN in Berlin

7.1 Für Familien

10.12.2017 | 14:00

Pippi plündert den Weihnachtsbaum

Ein Theaterstück nach Astrid Lindgren im FEZ | 10.12.-27.12-2017


16.12.2017 | 16:00

Ronja Räubertocher

16.12.2017 bis 13.3.2018 im Atze Musiktheater


17.12.2017 | 15:30

Die Legende von der Christrose

Wie sich einst alljährlich zu Weihnachten der Göinger Wald in ein blühendes Paradies verwandelte ... - vielleicht die schönste aller Legenden von Selma Lagerlöf. Mit stimmungsvoll, nach alter schwedis


06.01.2018 | 16:00

Alphorn Alarm!

Mit Musikern der Deutsch-Skandinavischen Jugend-Philharmonie. im Kammermusiksaal der Philharmonie


13.01.2018 | 15:30

Mio, mein Mio

13.1.2018 - 14.1.2018 auf der Astrid-Lindgren-Bühne im FEZ


7.2 Ausstellungen

ab 10.11.2017

Echoes – 100 Years in Finnish Design and Architecture

Geschichte und Inspirationsquellen der finnischen Formsprache | 9. Nov. 2017 bis 28. Jan. 2018


7.3 Musik

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7.4 Mittsommer

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7.5 Literatur

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7.6 Theater

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8 Der NORDEN im TV

Wie immer haben wir für Sie das TV-Programm nach Highlights skandinavischer Filmunterhaltung durchstöbert, hier eine kleine Auswahl:

 

arte | Mo, 29.05.17 | 20:15

Höhere Gewalt

Spielfilm Schweden/Frankreich/Norwegen 2014

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MDR | Sa, 03.06.17 |08:00

Mein Freund Knerten

Spielfilm Norwegen 2009

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arte | Di, 06.06.17 | 20:15

Die letzten Männer von Aleppo

Dokumentarfilm Dänemark 2017

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>> Unsere gesamten TV-Tipps finden Sie auf unserer Website.

9 KULTURNOTIZEN aus dem NORDEN

16.05.2017 | Newsletter 04/2017

(SE): Wehrpflicht in Schweden

In Schweden ist die Allgemeine Wehrpflicht 2010 ausgesetzt und nun wieder aufgenommen worden. Ab 1. Juli 2017 werden junge Frauen und Männer zur Musterung einbestellt. Quelle: Rekryteringsmyndigheten, svt-nyheter


16.05.2017 | Newsletter 04/2017

(NORDEN/DE) EUSBSR Participation Day am 13. Juni 2017 in Berlin

Der erste “Participaton day” findet zusammen mit dem jährlichen Forum der EU Ostseestrategie im Juni in Berlin statt. Ziel der Veranstaltung, die in der Landesvertretung Brandenburgs und MecklenburgVorpommerns stattfindet, ist es, Interessenten auf lokaler und regionaler Ebene zu animieren, sich an der Ostseekooperation zu beteiligen und konkrete Projektvorschläge und -konzepte zu präsentieren. Die Veranstaltung wendet sich insbesondere auch an Vertreter*innen der Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Medien und Wirtschaft. Quelle: European Union Strategy for the Baltic Sea Region Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.


16.05.2017 | Newsletter 04/2017

(DK) „Die Wissenschaft voran bringen“ – Internationale Wissenschaftsjournalismus Konferenz in Kopenhagen

Vom 26. Bis 30. Juni wird Kopenhagen Gastgeber sein für eine internationale Konferenz von Wissenschaftsjournalisten. Während der fünftägigen Konferenz diskutieren Wissenschaftsjournalisten und Kommunikationsexperten, wie wissenschaftliche Erkenntnisse am besten an die Öffentlichkeit gebracht werden. „Bringing Science forward“ hat drei Schwerpunktthemen: Neue Medien und Wissenschaft in den sozialen Medien, Klima Journalismus und verantwortungsbewusster Journalismus. Quelle: Science Nordic


16.05.2017 | Newsletter 04/2017

(NORDEN/DE) XV. Ostsee NGO Forum in Island

Vom 18. bis 20. Mai 2017 findet in Island das 15. Ostsee NGO Forum statt. Einmal jährlich treffen sich NGOs aus dem Ostseeraum zum gemeinsamen Austausch. Ausgerichtet werden die Foren in dem Land, das jeweils die Ostseeratspräsidentschaft innehat. Das Ziel der Foren ist es, die Zivilgesellschaft im Ostseeraum zu stärken, indem NGOs hier die Gelegenheit erhalten, Ideen auszutauschen, neue Netzwerkverbindungen zu knüpfen und in Dialog mit politischen Entscheidungsträgern zu treten. Nationaler Kontaktpunkt in Deutschland für das Ostsee NGO Netzwerk (und Ansprechpartner für Fragen) ist die Forschungsgruppe für Nordeuropäische Politik. Quelle: www.bsngoforum.net und www.for-n.de.


16.05.2017 | Newsletter 04/2017

(NO) Karl Ove Knausgård kuratiert Munch-Ausstellung in Oslo

Wenn Norwegens großer Schriftsteller Karl Ove Knausgård „seinen Munch“ zeigt, sind Überraschungen garantiert. Das Ergebnis des Aufeinandertreffens zweier Schwergewichte norwegischen Kulturschaffens ist jetzt in Form einer ungewöhnlichen Ausstellung im Munch-Museum in Oslo zu sehen. Der eine gilt als einer der größten zeitgenössischen Schriftsteller Europas, der andere als Ikone des Expressionismus in der modernen Malerei. Mit der aktuellen Ausstellung „Zum Wald – Knausgård über Munch”, in der Karl Ove Knausgård das Kunstschaffen Edvard Munchs interpretiert, zeigt das Munch-Museum in Norwegens Hauptstadt Oslo eine der bisher ungewöhnlichsten Zusammenstellungen Munch’schen Schaffens. Die Ausstellung umfasst mehr als 100 Malereien und 30 grafische Werke, darunter viele, die zum ersten Mal überhaupt in der Öffentlichkeit gezeigt werden. Die Ausstellung „Zum Wald – Knausgård über Munch” im Munch-Museum in Oslo wurde am 5. Mai in Anwesenheit des norwegischen Kronprinzenpaares eröffnet und ist bis zum 8. Oktober täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Quelle: Visit Norway


10.05.2017 | Newsletter 04/2017

(Sápmi/NO) Samische Preisträger auf Festivals

Am 15. April 2017 wurde in Guovdageaidnu (Kautokeino) im nordnorwegischen Teil Sápmis der diesjährige samische Grand Prix ausgetragen. Siebzehn Beiträge wetteiferten in den Kategorien „Joik“ und „moderne samische Musik“. Gewinner im Joik wurde John André Eira mit dem Personenjoik “Svein Egil Hætta“. In moderner samischer Musik gewann Inger Marie Nulit mit dem Lied „Min duovdagat“ (Unser Weideland). Gleichzeitig wurde in Kautokeino das vom Europarat geförderte internationale Liederfestival der Minoritätssprachen – Lite International – ausgetragen. Hier gewann die achtzehnjährige Samin Elle Marie Hætta. Quelle: Samefolket


10.05.2017 | Newsletter 04/2017

(SE) Keramikkönig im Porträt

Vor hundert Jahren trat Wilhelm Kåge in die Keramikfabrik Gustavsberg ein und wurde zum stilbildenden Designer schwedischer Alltagskeramik und prägend für ganze Epochen wie Swedish Grace, Art Decó und Funktionalismus. Er war Schwedens bekanntester Designer in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Im schwedischen „Volksheim“ waren „Pyro“ und „Grå render“ die beliebtesten Alltagswaren. Aus Anlass des Jubiläums erschien im Verlag Historiska Media reich illustriert das Buch „Wilhelm Kåge – formgivare i folkhemmet“ von Peter Eklund. Quelle: Dagens Nyheter und Historiska Media


10.05.2017 | Newsletter 04/2017

(FI) Finnland übernimmt Vorsitz im Arktischen Rat

Für die nächsten zwei Jahre leitet Finnland den Arktischen Rat. Gegründet 1996 als Forum zum Interessenausgleich zwischen Anrainerstaaten und indigenen Völkern, rotiert der Vorsitz alle zwei Jahre zwischen den staatlichen Mitgliedern Dänemark, Finnland, Island, USA, Kanada, Norwegen, Russland und Schweden. Der Rat hat sich dem Umwelt- und Naturschutz verschrieben und behandelt Themen wie Natur-, Meeres- und Katastrophenschutz, Umwelt-Monitoring, nachhaltige Entwicklung sowie Bekämpfung von Umweltgiften. Finnland möchte in den zwei Jahren seines Vorsitzes den Schwerpunkt auf Umweltschutz, Meteorologische Kooperation und Bildung legen. Thematisieren möchte das Land aber auch den Abbau von Handelsbarrieren. Wichtig ist Finnland zudem der Zusammenhalt der Staaten, denn in der Arktis sitzen die kleinen nordischen Länder zwischen Russland und den USA. Quelle: Arctic Council, Deutschlandfunk


10.05.2017 | Newsletter 04/2017

(DE/SE): Wissensschatz dreier preußischer Prinzessinnen erworben

Durch den Ankauf der persönlichen Lesebibliothek von Prinzessin Sophie Albertine von Schweden (1753–1829), Nichte Friedrichs des Großen, aus Privatbesitz gelangt schon bald ein historischer Schatz von Stockholm nach Berlin. Den Grundstock der Bibliothek bildeten die vererbten Buchbestände Sophie Albertines Großmutter, der preußischen Königin Sophie Dorothea von Hannover (1687–1757), und ihrer Mutter Luise Ulrike von Preußen, Königin von Schweden (1720–1782), deren Bestand die Prinzessin stetig ergänzte. 1.445 Titel in rund 4.500 Bänden haben die drei Hohenzollern-Damen zwischen dem späten 17. Jahrhundert bis etwa 1830 so zusammengetragen. Die Kulturstiftung der Länder, die Rudolf-August Oetker-Stiftung, der Verein der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e.V., die Breslauer Foundation, die Wüstenrot Stiftung, die Stiftung Preußische Seehandlung sowie viele private Spender haben den Ankauf der Prinzessinnen-Bibliothek ermöglicht. Einen großen Teil der Bücher wird zukünftig die Staatsbibliothek zu Berlin beherbergen. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg plant ca. 500 ausgewählte Bände im Schloss Rheinsberg auszustellen. Quelle: Kulturstiftung der Länder


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