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Markus Pharo-Dercks
PharoDercks Sprache & Kunst (c) Sven Görlich
Vernissage (c) Sven Görlich
Vernissage (c) PharoDercks Sprache & Kunst
Torkjell PharoDercks, Sprachlehrer für Norwegisch, Französisch und Deutsch im Schulungsraum (c) PharoDercks Sprache & Kunst

PharoDercks Sprache & Kunst - Sprachschule und Galerie

Die Räume in der Schönhauser Allee 58 sind mehr als eine Sprachschule. Ein Ort, der Unterricht und Übersetzungsservice mit einer Galerie verbindet. Es wird Kunst aus Berlin präsentiert zu Themenfeldern der Sprachen, die im Unterricht vermittelt werden. Außerdem gibt es einen Shop, in dem die kleinen und großen Kunstwerke verkauft werden. Wir haben uns genauer mit diesem spannenden Konzept beschäftigt und dazu den Gründer, Markus Pharo-Dercks, befragt.

KULTURHUS BERLIN: Wie kam es zur Eröffnung Eurer Sprachschule mit Galerie? Was bietet PharoDercks Sprache & Kunst an?

Torkjell, der neben mir auch Mitbegründer ist, ist schon seit Jahren als Sprachlehrer tätig. Irgendwann hatte sich sein privater Sprachunterricht soweit entwickelt, dass seine Küche als Unterrichtsort nicht mehr ausreichte. Zusammen mit dem Übersetzungsservice wurde es dann sinnvoll, dafür auch Räume anzumieten. Nun wollten wir nicht in irgendeinem dritten Stock versauern, es sollte eine angenehme Atmosphäre und schöne Umgebung sein, in der wir gerne arbeiten. Mit viel Glück fanden wir den Laden hier im Prenzlauer Berg und eröffneten letzten November unser Geschäft. Unterrichtet werden Norwegisch, Französisch und Deutsch. Mittelfristig sollen Schwedisch, Dänisch und Finnisch dazu kommen.

KULTURHUS BERLIN: Woher kam die Idee Sprachen und Kunst zu vereinen?

Ein alter Freund von uns hatte schon lange den Wunsch einen Raum zu finden, um seine Arbeiten auszustellen. Viele andere unserer kreativen Freunde in Berlin sind Skandinavier, die künstlerisch tätig sind. Auch sie suchten nach einem Ort, um Ihre Bücher, Bilder, CDs, Videokunst oder Skulpturen zu präsentieren. Ihnen allen bieten wir nun die Möglichkeit ihre Kunst auszustellen. Es war daher naheliegend beides zu kombinieren – eine Galerie als Plattform für unsere Künstlerfreunde und eine Schule als Arbeitsplatz inmitten von schöner Kunst. Die Kombination führte zu unserer zauberhaften kleinen Galerie in der Schönhauser Allee und gleichzeitig zu einem außergewöhnlich schönen Empfangsraum in der Schule.

KULTURHUS BERLIN: Was haben Sprachen und Kunst Eurer Meinung nach miteinander zu tun?

Kunst ist genauso wie Sprache eine Form der Kommunikation. Kunst funktioniert natürlich abstrakter. Der Intension des Künstlers nachzuspüren ist manchmal schwieriger, oft genügt es allerdings eine eigene Lesart oder Definition zu finden. Sprache muss hier genauer sein – Unschärfe kann viel größere Missverständnisse nach sich ziehen.

KULTURHUS BERLIN: Was ist Norwegisch für eine Sprache? Welche Unterschiede gibt es zum Deutschen? Was fällt den Kursteilnehmern besonders schwer oder leicht beim Lernen?

Norwegisch ist mit Deutsch verwandt, beides sind germanische Sprachen. Es gibt althergebrachte, enge Verbindungen der Länder, beispielsweise durch die gemeinsame Hansezeit. Viele Künstler und Wissenschaftler aus Norwegen waren in Deutschland tätig. Auch Deutsche zog es durch die Jahrhunderte nach Norwegen. Bis heute ist Norwegen für die Deutschen ein Sehnsuchtsort. Beide Sprachen haben sehr viele Wörter, die sich ähneln oder sogar identisch sind. Die norwegische Grammatik ist dem deutschen ähnlich, aber viel leichter. Dementsprechend fällt es Deutschen im Allgemeinen etwas einfacher Norwegisch zu lernen als umgekehrt. Allerdings ist Deutsch viel standardisierter als Norwegisch. Neben Bokmål und Nynorsk als Amtssprachen gibt es eine Vielzahl von Dialekten sowie das immer noch gültige Riksmål, welches einmal offizielle Sprache Norwegens war. All diese Sprachen und Ausdifferenzierungen sind sehr bedeutsam für das Norwegische. Kein Norweger spricht wirklich konsequent die eine oder andere Sprache und es gibt oft mehrere Möglichkeiten wie Verben konjugiert und Substantive dekliniert werden dürfen.

KULTURHUS BERLIN: Arbeitet Ihr mit besonderen Methoden im Unterricht?

In unserem Unterricht nutzen wir die Ähnlichkeiten und arbeiten Unterschiede heraus. Wir vergleichen zum Beispiel Norwegisch mit Sprachen, die unsere Schüler bereits können. Diese Herangehensweise nennt man komparativ und kontrastiv. Das lässt sich am besten im Einzelunterricht oder in kleinen Gruppen umsetzten. Daher beginnt bei uns schon ab drei Teilnehmern eine neue Gruppe.

KULTURHUS BERLIN: Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen Euch, Euren Künstlern und Schülern viel Erfolg und eine gute Zeit zusammen.

Das Interview führte Dorte Bruun Christensen.

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