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RückblickSamische Erzählungen und Joik von Sara Margrethe Oskal
Copyright: Liane Gruda

"The Whole Caboodle"

Nachdem sich die Türen des Literaturhauses Lettrétage am 4.12.2014 geöffnet hatten, war bald klar, dass die Bestuhlung ergänzt werden musste, da so viele interessierte und neugierige Besucher zur Performance von Sara Margrethe Oskal gekommen waren. Gespannt warteten sie auf die samische Künstlerin, die mit ihrem Bühnenprogramm bereits in Kanada, den Vereinigten Staaten, in Russland und Australien zu Gast war.

Nach ein paar Worten von Valerie Witt, der Organisatorin und Vertreterin von KULTURHUS BERLIN, stellte Thomas Hilder von der Forschungsgruppe BEAM (Berlin Ethnomusicology and the Anthropology of Music) die Künstlerin vor und gab eine kurze Einleitung ins Thema. Sara Margrete Oskal wuchs auf einer Rentier-Farm in Nordnorwegen auf und promovierte in Performance-Kunst an der Kunsthochschule Oslo.

Die etwa anderthalb stündige Performance der samischen Künstlerin Sara Margrethe Oskal zog das Publikum in ihren Bann. Bei den Monologen des erfolgreich fliehenden Reindeer Snoop Deer wurde geschmunzelt und gelacht. Bei ernsteren Themen, wie z.B. Gewalt gegen Kinder in der Erzählung der Großmutter, ging ein Raunen durch die Zuschauer. Die drei thematisch sehr unterschiedlichen Erzählungen wurden durch Joiks und melodische Sprachfragmente zu einer in sich stimmigen Performance.

Sara Margrethe Oskals Inspiration für die Themen der Performance sind ihre eigene gelebte Tradition und ihre Kritik an eben dieser. Sie kritisiert, dass samische Traditionen eingesetzt werden, um in der Gemeinschaft Druck aufeinander auszuüben: „Fehlendes Wissen über Tradition kann gegen dich verwendet werden, so bist du kein wirklicher Sami, wenn du dies oder jenes nicht kennst, kein Samisch sprichst oder nicht joiken kannst.“ Den Joik als Kunstform wählt sie, „da er auf humorvolle Weise daran erinnert, dass wir Fehler machen und wir von ihnen lernen können. Wir müssen dazu fähig ein, über uns selbst zu lachen, auch im öffentlichen Raum wie einem Theater.“

Ein Interview mit Sara Margrethe Oskal finden Sie hier.

Einen herzlichen Dank an das Team vom Literaturhaus Lettrétage sowie Thomas Hilder.

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