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VeranstaltungstippsAusflugstippsCafé Javisst - Ein schwedisches Idyll in Brandenburg/Havel
Fotos Pernilla Larsson

Schon aus der Ferne kann man das Café Javisst erkennen; es ist weit und breit das einzige rote Gebäude mit weißen Hausecken. In Schweden ist das nichts Ungewöhnliches, aber hier in Deutschland ist es etwas Besonderes und das Erste, das mich an mein Heimatland erinnert. Am Haus hängt eine schwedische Flagge, so dass man, wenn man das Café nicht an der roten Farbe erkennt, es durch das Blau-Gelb im Wind identifizieren kann.

Innen drin ist es gemütlich - die Einrichtung ist wie in einem traditionellen, schwedischen Café. Als wir eintreten, werden wir mit einem „Hej“ und einem Lächeln der Kellnerin willkommen geheißen. Sie gibt uns die Speisekarte und wir gehen nach draußen, um uns zu setzen. Die Terrasse ist fantastisch und typisch schwedisch. Es gibt einen Gemüsegarten, wo unter anderem Erdbeeren angebaut werden, und Hopfen windet sich um den Zaun. Unterhalb des Cafés fließt ruhig ein Flüsschen.

Das Café wurde Ostern 2013 eröffnet; es ist also etwas mehr als ein Jahr alt. Die Idee dazu kam dem Besitzer, weil er oft in Schweden Urlaub macht und er ein Stück Schweden nach Deutschland bringen wollte. Die Speisekarte ist deshalb typisch schwedisch. Man kann verschiedene Gerichte wie „Köttbullemacka“ (Stulle mit Fleischbällchen), „Älgrullar“ (Elchröllchen) und „Renskav“ (Rentiergeschnetzeltes) bestellen, und natürlich schwedisches Backwerk wie „Kladdkaka“ (Schokokuchen) oder „Kanelbullar“ (Zimtschnecken). Und so manches mehr! Viele Lebensmittel und Zutaten kommen aus Schweden, zum Beispiel Lachs, Rentier- und Elchfleisch oder auch die Marmelade bzw. der Frühstückskäse. Die Inspiration für Essen und Kuchen stammt von Reisen durch Schweden, aus schwedischen Kochbüchern und aus dem Internet. Im Laufe des Jahres gibt es viele verschiedene Buffets zu Themen der schwedischen Feiertage. Wer zum Beispiel das Krebsfest, ein Mittsommeressen oder das Buffet mit schwedischem Weihnachtsessen, das "Julbord" genießen möchte, kann einfach zum Café Javisst nach Brandenburg fahren. Ich entschied mich für ein „Köttbullemacka“, das ist ein mit aufgeschnittenen Fleischbällchen belegtes Brot, und ein Stück Schokokuchen. Und ich war zufrieden mit beidem, der Schokokuchen war besonders gut!

Das Café ist bei schönem Wetter gut besucht, wie die Kellnerin Bianca erzählt. Das ist verständlich, wenn man die schöne Terrasse gesehen hat. Manchmal kommen ausländische Gäste her, vor allem Schweden, die in Deutschland wohnen. Als Schwedin gefällt auch mir das Café. Die Lage ist ausgezeichnet, es ist herrlich, draußen am Fluss zu sitzen. Drinnen ist es ebenfalls gemütlich und das Personal ist sehr nett. Persönlich vermisse ich hier nur selbstgemachten Erdbeersaft und Vollkornbrot zu meinem „Köttbullemacka“.

Insgesamt finde ich, das Café Javisst ist ein perfektes Ausflugsziel für Menschen, die gern ein Stück schwedische Kultur erleben wollen, in aller Ruhe und in schöner Umgebung. Für diesen Ausflug von Berlin nach Brandenburg, nimmt man einfach einen Regionalzug und dann sind es noch ungefähr 20 Minuten Spaziergang zum Café.

Den Namen „Javisst“ hat das Café übrigens, weil die Besitzerin findet, dass dies ein schönes Wort ist, mit dem man gern auf eine Frage antwortet. Javisst bedeutet „aber ja!“ oder „natürlich!“

Adresse:

Café Javisst im Wassersportzentrum
Alte Feuerwache
Franz-Ziegler-Straße 28
14776 Brandenburg an der Havel
 

Pernilla Larsson, im Juni 2014

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